Posaunenchorfest 2017

Nachlese zum Kirchplatzfest der evangelischen Kirchengemeinde Baltmannsweiler

und zum 50-jährigen Jubiläum des  Evangelischen Jugendwerks Baltmannsweiler-Hohengehren (EJW)

 

Es war ein ganz besond´res Fest,

weil´s doppelt  Grund zu feiern gab.

Das Wetter prächtig, „at its best“,

der Gäste Zustrom riss nicht ab:

 

Posaunenchor trägt Tradition!

Plus „Fünfzig Jahre EJW“ !

(das ist ein halb´ Jahrhundert schon.)

Auf Schwäbisch g´sagt: „ ´s isch oifach schee!

 

Im Gottesdienst zur Morgenstund´

drum gut gefüllt die Reihen waren.

Viel Mitbegründer in der Rund´,

von nah und fern herbeigefahren,

 

die Ende sechsundsechzig dann

für Baltmannsweiler-Hohengehren,

damit´s „Verein“ sich nennen kann,

die Jugendarbeit wollten mehren.

 

Treibende Kraft in jenen Zeiten

ist damals Otto Hintennach,

mit Pfarrer Schürrles Blick „zum Weiten“;

ihm Jugend sehr am Herzen lag.

 

Wie top-modern die damals dachten

-so stand es in der Satzung drin-

:Sie Mädchen gleichberechtigt machten!

Doch höh´ren Orts galt andrer Sinn.

 

So gründen „Gleiches-Recht-Bekenner“

im Mai ein christlich´ Jugend-Werk.

Ade, ihr greisen CV ( )-Männer,

 ´s gibt  Eig´nes hier auf uns´rem Berg!

 

Was dann kommt, ist Erfolgsgeschichte,

die Jugend strömt zu Wort und Spiel,

Indiaca-Sport in großer Dichte,

der brachte ein der Ehren viel:

 

Achtmal die Meisterschaft im Ländle,

auf Bundeseb´ne: dritter Platz.

„Chef“ Rolf hat halt „a saugueds Händle“,

beträchtlich der Pokale Schatz.

 

Dies alles lässt revuepassieren

das Gründungsmitglied Gerhard Schmid.

„Es ist Gefahr, dass wir verlieren“,

teilt Vorstand Alex Strobel mit,

 

„der Menschen Zuspruch auf die Dauer,

trotz BMX-Bahn-Hochbetrieb.

Bewerb um Jugend ist heut´ rauer,

Vereins - Interesse wär´ uns lieb.“

 

So mischen sich trotz all´ der Schöne,

die Grußwort-Sprecher lobend seh´n,

dann auch ein paar Bedenkens-Töne.

Doch:  `s EJW wird überstehn!

 

Der Glocken Klang treibt nun nach draußen,

es steht jetzt an das Mittagsmahl.

Und nach dem Platzkonzerte sausen

Bediener zwischen Zelt und Saal,

 

um möglichst frisch der Speisen Fülle,

die Maultasch´ und manch kühlen Trank,

die Würst´ in brutzelbrauner Hülle,

zu bringen rasch zu Tisch und Bank.

 

Begehrt sind heu´r die Schattenplätzle,

gar mächtig sticht jetzt der Planet,

im Kühlen gibt es Zeit für´s  Schwätzle

und vor der Kass´ man Schlange steht.

 

Die Hüpfburg lockt, trotz Sonnenbrennen,

die Kleinen finden´s  „obergeil“,

schon sieht man „Indiacer“ rennen,

sich recken hoch an Netz und Seil.

 

Denn eingedenk des Jubilö,

da stehen Teams aus zwei Gemeinden,

springen gemeinsam in die Höh´.

(Wer spricht da noch von „alten Feinden“?)

 

Die alte Garde hat´s versemmelt,

Gewinner: Der Gemeinderat.

Kein Wunder, denn manch Altem brömmelt

und zwackt´s im Bein, an  Rück und Grat.

 

Der Abend naht, die Sonne sinkt,

die Helferschar scheint kaum ermattet.

Noch mancher Vesperschoppen trinkt:

Zufriedenheit – es sei gestattet.

 

 

Zu danken wieder ist den Spendern,

den vielen Helfern groß und klein,

den Zapfern, Trägern, Marketendern,

den Freunden für´s beständig sein,

 

dafür, dass jedes Jahr sie kommen

mit leck´rer Wurst aus Thür´ngerland,

und denen, die als Gäst´ erklommen

zu Fuß, per Rad, den Schurwaldrand.

 

Den einst Aktiven und den Vielen

im Hintergrunde des Gescheh´ns,

den Bläsern für ihr klangvoll´ Spielen.

Der Planerinnen des Entsteh´ns

 

dies schönen Festes sei gedacht:

´s war toll ! Dann bis zum nächsten Jahr

(mit vielleicht größ´rer Helferschar?)

Und Gott sei Dank, der´s möglich macht!

 

PS

(Nur ganz am Rand ist festzustellen:

Zum ersten Mal seit Jahr und Tag

musst´ man, statt pell´n, Kartoffeln schälen,

was leider an den Knollen lag.)*

 

 

 

EckeArt