Ökumenisches Frauenfrühstück

am Samstag, 07.12.2013

 

Viele Frauen kamen in das ev. Gemeindehaus, um an wunderschön gedeckten Tischen ein leckeres Frühstück zu genießen.

 

 

Das geistige "Futter" lieferte Kristina Roth mit ihrem Vortrag: Wie finde ich Inseln der Ruhe in meinem Alltag. Sie arbeitet beim SWR in den Bereichen Coaching und Konfliktberatung und beschäftigt sich seit langem mit dem Thema Erschöpfung.

 

Beruflicher Stress ist laut WHO das größte Gesundheitsrisiko in der westlichen Welt. Durch unser Streben nach Perfektion in unseren Beziehungen, bei den Kindern, im Haushalt, unserer Fitness etc. setzen wir uns selbst mächtig unter Druck.

 

Laut Frau Roth haben es Frauen nicht gelernt, auf sich selbst zu achten. Wir kümmern uns zuerst um alle anderen. Um die Gefahr der Erschöpfung zu verhindern, sollte sich jede fragen

 

            - Was will ich wirklich?

            - Was kann ich wirklich?

            - Was passt für mich?

 

Hilfreich ist eine Kommunikation der Wertschätzung meines Gegenübers und mehr Kommunikation. Wir sollten mutiger sein und auch schwierige Themen ansprechen.

 

Wenn wir auf uns selbst keine Rücksicht nehmen, dann meldet sich unsere Psyche mit Kopfschmerzen, Rückenleiden, Magenschleimhautentzündung oder anderen Symptomen. Es ist wichtig, sich selbst kleine Inseln der Ruhe zu gönnen und die Seele zu pflegen. Denn sie ist der Raum, in dem unsere Energie wohnt.

 

Gut für sich selbst zu sorgen, heißt

 

            Ich bin für mich selbst die beste Freundin!

 

Um diese Freundschaft zu pflegen, braucht es Zeit und Disziplin. Dazu ein paar Tipps von Frau Roth:

- Planen Sie eine Verabredung mit sich selbst für einen Spaziergang, ein Konzert, zum Singen etc. Dieser Termin wird in den Kalender eingetragen.

- Suchen Sie sich einen inneren Ort der Ruhe.

- Denken Sie vor dem Einschlafen an 3 positive Ereignisse des Tages.

- Versuchen Sie Tagebuch zu schreiben. Im Tagebuch hat alles Platz. Es kann in schwierigen Zeiten die beste Freundin sein.

 

Es dankt uns niemand, wenn wir an uns selbst vorbei leben.

 

Hier die 5 häufigsten Antworten von Menschen, die kurz vor ihrem Tod gefragt wurden, was sie in ihrem Leben am meisten bedauern:

 

1. Ich hatte zu wenig Mut, mein eigenes Leben zu leben.

2. Ich hätte nicht so viel arbeiten und mehr Zeit mit meiner Frau und den Kindern verbringen sollen.

3. Ich hätte meine Gefühle ehrlicher ausdrücken sollen.

4. Ich hätte mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen sollen.

5. Ich hätte mir mehr erlauben sollen, glücklich zu sein.

 

Auffallend ist doch, dass niemand sagte: ich hätte mehr arbeiten, besser aufräumen, mehr putzen etc. sollen. Denkanstöße für uns alle:

 

            - Was sind meine persönlichen Kraftquellen?

            - Was kann ich tun, um in meiner eigenen Kraft zu bleiben?

 

Wir alle haben viel Stoff zum Nachdenken und für die Gespräche miteinander erhalten. Dieses Frühstück war ein voller Erfolg, sowohl thematisch als auch kulinarisch.

 

Ein dickes Dankeschön an das Vorbereitungsteam und die Küchencrew.

 

Ingrid Leib